Leitfaden für Remote-Arbeit

Einen Arbeitsplatz für Telearbeit schaffen

Einen Arbeitsplatz für Remote-Tätigkeiten schaffen

Remote-Arbeit ist nicht jedermanns Sache. In den eigenen vier Wänden zu arbeiten mag sich zwar im ersten Moment perfekt anhören – schließlich haben wir doch alle schon einmal davon geträumt, morgens lange zu schlafen, in aller Ruhe den Kaffee aufzustellen und dann die drei Meter bis zum Schreibtisch in Pyjama und Pantoffeln zurückzulegen.

Doch für manche Menschen ist die Arbeit im Homeoffice ein einziger Kampf gegen Ablenkungen, Versuchungen und die drohende Vereinsamung.

Unsere Hinweise zum Einrichten eines Homeoffice sollen Ihnen helfen, dem entgegenzuwirken und Ihren Arbeitsplatz so zu gestalten, dass er Sie in Ihrer Produktivität unterstützt. Wir gehen auf alle relevanten Themen ein, von der idealen Zimmertemperatur über ergonomische Stühle und bis hin zur richtigen Ernährung und zu geeigneter Musik. Mit einem Arbeitsplatz, an dem Sie sich wohlfühlen, sind Sie auf dem besten Weg zum Homeoffice-Erfolg!

Warum überhaupt ein Homeoffice?

In unserer von der Pandemie veränderten Welt sind das Arbeiten von zu Hause aus und das rasche Erlernen neuer Arbeitstools keine Frage der Möglichkeit, sondern der Notwendigkeit.

Für Mitglieder von geografisch verteilten Teams ist die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes von wesentlicher Bedeutung. Neue Tools spielen eine wichtige Rolle, doch damit die Produktivität im Homeoffice stimmt, müssen diese Tools auch in eine geeignete Struktur mit klaren Richtlinien eingebettet sein.

Bedeutung eines geeigneten Homeoffice-Set-ups

Die Schaffung eines Arbeitsbereichs in den eigenen vier Wänden ist oft mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Widerstehen Sie nach Möglichkeit der Versuchung, sich einfach mit dem Laptop an den Esstisch zu setzen, und investieren Sie stattdessen in geeignete Homeoffice-Ausrüstung, die Ihre physische und psychische Gesundheit nachhaltig schützt.

Ein provisorischer Arbeitsplatz in einer ungeeigneten Umgebung kann beim Wechsel in ein Remote-Arbeitsmodell ein echtes Hindernis darstellen. Wählen Sie also einen Bereich, den Sie dauerhaft als Arbeitsplatz nutzen können, und statten Sie ihn mit ergonomischen Möbeln und Hilfsmitteln aus, um Belastungen oder gar Verletzungen vorzubeugen.

So richten Sie Ihr Homeoffice ein: 15 Tipps und Tricks zur Steigerung Ihrer Produktivität

Produktives Arbeiten im Homeoffice funktioniert nur mit der passenden Ausstattung. Diese 15 Hinweise helfen Ihnen, Ihre Produktivität zu steigern und Ihre Gesundheit zu schützen.

1. Wählen Sie einen Standort für Ihren Arbeitsplatz 

Richten Sie Ihren Telearbeitsplatz am besten in einem Bereich oder Raum ohne Ablenkungen ein – also auch ohne Fernseher. Ein eigenes Zimmer mit einer Tür ist ideal, um eine klare Grenze zwischen Arbeits- und Wohnbereich zu ziehen. Das ist freilich nur dann eine Möglichkeit, wenn es die Platzverhältnisse erlauben.

2. Achten Sie auf die richtige Ausstattung

Diese grundlegenden Ausstattungselemente sind für die meisten Remote-Arbeitskräfte Pflicht:

  • Schreibtisch
  • Ergonomischer Stuhl
  • Schnelle, störungsfreie WLAN-Verbindung
  • Ausreichende Beleuchtung
  • Büromaterialien wie Stifte und Notizbücher
  • Geräuschunterdrückende Kopfhörer
  • Kalender
  • Aktenschrank oder Ablageplatz
  • Dekorationsgegenstände wie Familienfotos, Pflanzen oder Gemälde

Für den Anfang benötigen Sie unbedingt einen Arbeitstisch, auf dem Ihr Laptop, eine Wasserflasche und ein Block zum schnellen Notieren von Ideen Platz finden. Illustratoren oder Grafikdesigner brauchen möglicherweise eine größere Arbeitsfläche für ihre Materialien. Für Berater hingegen hat wahrscheinlich ein Aktenschrank zum Ablegen von Kundenakten höhere Priorität. Außerdem können die Anforderungen auch in Abhängigkeit vom Arbeitgeber variieren, etwa wenn bestimmte branchenspezifische Ausstattung benötigt wird. 

3. Sorgen Sie für die richtige Beleuchtung

Lichtverhältnisse können großen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz haben. Fluoreszierendes Licht kann ein Gefühl der Benommenheit auslösen und sollte daher vermieden werden. Am besten für die Produktivität ist natürliches Licht.

4. Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur

Zu hohe Temperaturen machen müde. Ein kalter Arbeitsbereich hingegen lenkt vom Wesentlichen ab und führt einer Studie zufolge sogar zu vermehrten Tippfehlern. Um produktiv arbeiten zu können, sollte die Raumtemperatur nach Möglichkeit konstant bei etwa 25 Grad liegen.

5. Denken Sie an Ihre Gesundheit

Investieren Sie in Ausstattung, die Ihnen die Arbeit erleichtert und Ihre Gesundheit schützt. Beispiele sind etwa ein ergonomischer Stuhl, ein Schreibtisch in der passenden Höhe und ein Laptop mit augenfreundlichem Anti-Glare-Display. Diese Hilfsmittel dienen der Vorbeugung von Kopfschmerzen, Haltungsschäden oder Nervenschäden, die die Folge von unergonomisch eingerichteten Arbeitsplätzen sein können.

6. Kaufen Sie Büromaterialien auf Vorrat

Plötzlich ist das Druckerpapier aus – und schon war es das mit dem produktiven Arbeitstag. Achten Sie darauf, häufig benötigte Materialien stets in ausreichender Menge vorrätig zu halten, um unangenehme Überraschungen und störende Unterbrechungen Ihres Arbeitsflusses zu vermeiden.

7. Legen Sie sich eine Pflanze zu

Entscheiden Sie sich für eine anspruchslose Pflanze und stellen Sie sie in Sichtweite Ihres Arbeitsplatzes auf. Einigen Studien zufolge haben Pflanzen im Arbeitsbereich eine ganze Reihe von positiven Auswirkungen, darunter Stressminderung und eine verbesserte Luftqualität.

8. Hören Sie Musik 

Machen Sie sich eintönige Aufgaben angenehmer, indem Sie im Hintergrund Ihre Lieblingsband hören. Bei Aufgaben, die ein höheres Maß an Konzentration erfordern, sind klassische oder Instrumentalmusik die richtige Wahl.

9. Umgeben Sie sich mit inspirierenden Dingen

Ob inspirierende Zitate, Familienfotos oder Ihre Lieblingssouvenirs aus dem letzten Urlaub – kleine Details wie diese können an langen Arbeitstagen dringend benötigte Motivation liefern. Außerdem verbessern sie die Stimmung und helfen, Ihrem Arbeitsplatz einen persönlichen Touch zu verleihen.

10. Speichern Sie Ihre arbeitsrelevanten Dokumente separat ab

Im Homeoffice passiert es nur allzu leicht, dass die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt. Achten Sie auf eine genaue Trennung, indem Sie alle Ihre offiziellen Dokumente, Quittungen, Rechnungen, Kundendateien und Aufzeichnungen an einem eigenen, speziell dafür vorgesehenen Ort speichern.

11. Entscheiden Sie sich für die richtigen Farben

Blau und Grün fördern die Konzentrationsfähigkeit und können helfen, die Effizienz zu steigern. Oder soll Ihr Homeoffice vor allem Optimismus und Energie ausstrahlen? Dann ist Gelb die richtige Farbe. Meiden sollten Sie intensive Rot- oder Orangetöne – sie können ablenkend wirken.

12. Achten Sie auf gesunde Ernährung

Verschwenden Sie keine wertvolle Zeit damit, ständig zum Kühlschrank zu laufen. Nehmen Sie gesunde Snacks wie Nüsse, rohes Gemüse oder eine Schüssel Hummus direkt an den Schreibtisch mit. Eine Flasche Wasser in Griffweite versorgt Sie mit der nötigen Flüssigkeit. Reduzieren Sie stark zuckerhaltige Getränke und Koffein, um den gefürchteten Energieeinbruch am Nachmittag zu vermeiden.

13. Tragen Sie bürotaugliche Kleidung

Den ganzen Tag im Schlafanzug zu arbeiten klingt verlockend, doch für Ihre Produktivität und Ihr Auftreten ist es besser, wenn Sie für Ihre Arbeit angemessen gekleidet sind. Außerdem sind Sie so auch bei überraschenden Videoanrufen immer vorbereitet.

14. Halten Sie Ihre Pausen kurz

In der Pause schnell eine Folge Ihrer Lieblingsserie ansehen oder die Hausarbeit erledigen? Wir verstehen es, die Verlockung ist groß. Doch wenn Sie nicht Gefahr laufen wollen, gleich mehrere Stunden wertvoller Arbeitszeit zu verschwenden, sollten Sie sich zurückhalten. Stellen Sie sich einen Timer, damit Ihre Pause nicht länger wird als geplant, und schalten Sie die Waschmaschine später ein.

15. Nutzen Sie ein Zeiterfassungstool

Viele Mitarbeiter vergessen bei der Arbeit im Homeoffice, ihren Zeitaufwand zu erfassen. So kann es passieren, dass Sie auf einmal 15 Stunden pro Tag arbeiten, ohne zu wissen, wie Ihnen geschieht. Wussten Sie, dass Remote-Mitarbeiter mehr Überstunden machen als vor Ort tätige Mitarbeiter? Behalten Sie also Ihre Arbeitszeit im Blick – egal ob mit einem Küchentimer, Ihrem Smartphone oder einer altmodischen Wanduhr.

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