Leitfaden für Remote-Arbeit

Was ist Telearbeit?

Was ist Telearbeit?

Telearbeit ändert derzeit alles – von unserem Ansatz für die Work-Life-Balance über die Kommunikation bis zur Messung der Produktivität. Das „große Telearbeitsexperiment“ hat viele der Regeln geändert, die früher die Grenzen unseres Berufslebens bestimmten. 

Unternehmen wie Twitter haben praktisch bekannt gegeben, dass sie die Telearbeit „für immer“ beibehalten werden, und 53 % der Teilnehmer an einer US-Umfrage gaben an, dass sie vorhaben, auch in Zukunft zumindest Teilzeit im Homeoffice zu arbeiten. Es ist klar, dass die Zukunft der Arbeit dezentral arbeitende Remote-Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern umfassen wird, die digitale Tools einsetzen, um zu kommunizieren und produktiv zu arbeiten. 

Doch was ist Telearbeit eigentlich und welche Vorteile und Herausforderungen bringt die langfristige Telearbeitmit sich? In unserem Guide zur Telearbeit befassen wir uns mit all diesen Themen und vielem mehr. Außerdem enthält der Guide Tipps für den erstmaligen Umstieg auf Telearbeit sowie Optimierungsvorschläge für das Homeoffice. Beginnen wir aber zuerst mit den Grundlagen.

Was ist die Definition von Telearbeit?

Telearbeit bezieht sich auf ein Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeiter von zu Hause aus oder an einem anderen Ort außerhalb der physischen Niederlassung eines Unternehmens arbeiten können. Oft richten sie sich dazu ein Homeoffice zu Hause ein. Doch Telearbeit muss nicht unbedingt im eigenen Wohnraum stattfinden. 

Telearbeit ist zum Beispiel auch eine beliebte Option für „digitale Nomaden“, die gleichzeitig arbeiten und reisen. Sie arbeiten nicht in einem Homeoffice, sondern in Hotels, Beachclubs, Cafés oder sogar Flughafen-Lounges. 

Früher wäre die Telearbeit dieser Art schwierig gewesen – vor allem wegen der technologischen und ressourcenbedingten Einschränkungen. Heute schließen Collaboration-Tools wie SlackZoom oder Wrike diese technologische Lücke und ermöglichen mehr Menschen, Telearbeit zu verrichten und auch unterwegs zusammenzuarbeiten. 

Für welche Art von Stellen kommt Telearbeit infrage?

Im Allgemeinen ist die Telearbeit für Unternehmen aus vielen Branchen eine Option. Oft kommt sie jedoch für Unternehmen und Stellen infrage, die die Arbeit hauptsächlich online oder auf einem lokalen Gerät verrichten können. Stellen, bei denen der Großteil der Arbeit persönlich erledigt werden muss (z. B. Verkäufer, Postbote, Notarzt, Bauarbeiter), eignen sich normalerweise nicht für die Telearbeit. 

Manche Unternehmen sind bei dem Umstieg auf Telearbeit auch mit anderen Problemen konfrontiert. Wenn sie zum Beispiel Kundendaten handhaben, müssen sie erhebliche Maßnahmen treffen, um Sicherheitslücken zu vermeiden und Gesetze wie die DSGVO einzuhalten.

Manche Stellen können auch angepasst werden, damit sie sich für die Telearbeit eignen. Die meisten HR-Fachkräfte sind es zum Beispiel gewohnt, ihre Aufgaben im direkten Kontakt mit Mitarbeitern zu erledigen. Der schnelle Wechsel zu virtuellen Vorstellungsgesprächen und virtuellem Onboarding hat jedoch dazu geführt, dass HR-Mitarbeiter Remote-Mitarbeiter einstellen können, während sie auch selbst im Homeoffice arbeiten.

 Flexjobs hat ermittelt, welche fünf Stellen sich am besten für die Arbeit im Homeoffice bzw. die Telearbeit eignen, und kam zu folgendem Ergebnis:

  • Buchhalter 
  • Ingenieur
  • Lehrer
  • Autor 
  • Berater


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Was bedeutet ausschließlich Telearbeit?

Wenn eine Einzelperson, ein Team oder ein Unternehmen ausschließlich Telearbeit leistet, dann bedeutet dies, dass die Arbeit überhaupt nie in einem zentralen Büro stattfindet. So kann in einem Team zum Beispiel ein Mitarbeiter „ausschließlich Telearbeit“ leisten, während seine Kollegen im Büro arbeiten. Wenn hingegen ein ganzes Team oder Unternehmen ausschließlich Telearbeit verrichtet, dann geht kein Mitarbeiter in ein Unternehmensbüro. 

Es gibt immer mehr Unternehmen, die ausschließlich in Telearbeit arbeiten. Bekannte Unternehmen wie  BufferZapierHubstaff oder GitLab zeigen, dass es möglich ist, dass alle Teams zu 100 % Telearbeit leisten.  

Warum sind Teams, die ausschließlich Telearbeit verrichten, gut für Unternehmen? 

Das wahrscheinlich beste Argument für ausschließliche Telearbeit ist die Senkung der Kosten.  Forbes berichtete, dass American Express durch die Einführung eines flexiblen Arbeitsmodells, bei dem sich Mitarbeiter für die Arbeit im Büro, die teilweise Arbeit im Büro, die Arbeit im Homeoffice oder die völlig ortsunabhängige Arbeit entscheiden können, 15 Millionen US-Dollar bei Immobilienkosten einsparte. 

Während American Express ein Beispiel für ein großes etabliertes Unternehmen ist, sind niedrigere Betriebskosten gerade für Startups und kleine Unternehmen ideal, deren Geschäftsmodell die ausschließliche Einstellung von Remote-Mitarbeitern zulässt. 

Weitere Vorteile von ausschließlich in Telearbeit arbeitenden Teams sind unter anderem die Diversität und der Zugang zu einem größeren Talent-Pool. Berufliche Chancen, die es nur in großen, teuren Städten gibt, waren für viele kompetente und talentierte Fachkräfte früher oft keine Option, weil sie aus verschiedensten Gründen nicht in diese Städte ziehen konnten. Wenn ausschließlich in Telearbeit gearbeitet wird, können solche Hürden besser überwunden werden. 

Ein Nachteil der ausschließlichen Telearbeit ist, dass sie manchmal zu Problemen wie Einsamkeit und Burnout führen kann. Teams, die nur Telearbeit verrichten, müssen außerdem besonders auf eine starke Arbeitskultur achten – gerade wenn sich die Mitarbeiter in unterschiedlichen Zeitzonen befinden.

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Was ist hybride Arbeit?

Bei hybrider Telearbeit wird die Arbeit im klassischen Büro mit der Flexibilität der Telearbeit kombiniert. In einer hybriden Arbeitsumgebung können Mitarbeiter an mehreren Tagen pro Woche zu Hause arbeiten, bei Bedarf aber auch ins Unternehmensbüro gehen. Vielleicht wundern Sie sich an dieser Stelle, warum sich jemand für so ein hybrides Arbeitsmodell entscheiden würde, aber es bietet Vorteile.

Die globale COVID-19-Pandemie zwang Mitarbeiter nicht nur zur Arbeit in provisorischen Homeoffices, sondern änderte auch die alltäglichen Pflichten vieler globaler Arbeitnehmer. Laut der Brookings Institution haben mehr als 23 Millionen berufstätige Eltern in den USA keine Kinderbetreuung für ihre Kinder. Wenn keine Kinderbetreuung verfügbar ist, können berufstätige Eltern von mehr Flexibilität am Arbeitsplatz profitieren. 

Ein hybrides Arbeitsmodell berücksichtigt sowohl die Realitäten der privaten Verpflichtungen zu Hause als auch die „neue Normalität“ mit Abstandsregeln im Büro, gestaffelten Arbeitszeiten und anspruchsvollen Hygiene-Vorschriften.

Viele, die unter Stress und sozialen Angststörungen leiden, können möglicherweise auch von diesem inklusiveren Arbeitsansatz profitieren. Aus einer Umfrage von Mental Health America ging hervor, dass sich 77 % der Teilnehmer ein gesundheitlich besseres Arbeitsumfeld durch flexibles Arbeiten erwarten. 

Auch aus wirtschaftlicher Sicht sind die Vorteile eines hybriden Arbeitsmodells klar. Bei gestaffelten Arbeitszeiten sinkt der Bedarf an Arbeitsplätzen und teuren, großen Büroräumen (und es werden weniger für die damit verbundenen Mieten ausgegeben). 

Hier sind noch ein paar Statistiken zur Telearbeit 2020, zur hybriden Arbeit und zur Zukunft des modernen Büros: 

  • 62 % der Google-Mitarbeiter berichten, dass sie zwar irgendwann ins Büro zurückkehren möchten, aber nicht jeden Tag pro Woche. 10 % möchten hingegen nie wieder im Büro arbeiten.
  • Global Workplace Analytics schätzt, dass 25–30 % der Arbeitnehmer bis 2021 mehr als einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten werden.
  • JLL stellte fest, dass das Mietvolumen für Büros in den USA im zweiten Quartal 2020 um 53,4 % sank.


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Was ist ein Telearbeiter und wie funktioniert Telearbeit?

Telearbeiter arbeiten auf unterschiedlichste Weise. Manche arbeiten im Homeoffice, andere in Cafés oder Coworking-Räumen. Es gibt auch Telearbeiter, die gleichzeitig arbeiten und reisen. 

Im Allgemeinen benötigen Sie kein aufwendiges Homeoffice für effektive Telearbeit, aber es wird empfohlen, einen eigenen Arbeitsplatz einzurichten. Wichtiger als ergonomische Arbeitsstühle, doppelte Bildschirme und eine HD-Kamera ist jedoch Ihre Herangehensweise an die Telearbeit. Manchen fällt der Umstieg leicht. Andere müssen neue Arbeitsroutinen entwickeln und optimieren und sich erst an die Arbeit außerhalb eines geschäftigen Büros gewöhnen.

Warum ändert sich die Einschätzung der Telearbeit?

Die allgemeine Einschätzung der Telearbeit hat sich in relativ kurzer Zeit deutlich verändert. Dies ist teilweise auf die Verbesserungen bei Technologien und Tools zurückzuführen, mit denen Mitarbeiter ihre Arbeit überall erledigen können.

Früher galten flexibles Arbeiten und Telearbeit eher als „Zusatzleistung“. Heute wissen HR-Führungskräfte, dass flexible Arbeitsmodelle ein Pluspunkt für die Anwerbung und Bindung von Top-Talenten sein können. In einer Umfrage sagten 80 % der Arbeitnehmer, dass sie eine Stelle ohne flexible Arbeitsoptionen ablehnen würden, wenn sie sich zwischen zwei ähnlichen Stellenangeboten entscheiden müssten.

Die veränderte Sichtweise in Bezug auf Telearbeit könnte auch mit den unterschiedlichen Einstellungen der Generationen zu tun haben. Mitarbeiter, die zu den Millennials und der Generation Z gehören, sehen Telearbeit ganz anders als ihre älteren Kollegen. Immerhin geben laut CNBC drei Viertel der Vorgesetzten aus der Generation der Millennials oder der Generation Z an, dass Mitglieder ihres Teams einen erheblichen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice verbringen. Viele Mitarbeiter in dieser ziemlich großen Altersgruppe berichten zudem, dass sie auch nach der Pandemie zumindest einige Zeit in Telearbeit arbeiten möchten.

Der offensichtliche Grund, warum manche Arbeitgeber ihre Einschätzung der Telearbeit geändert haben, ist natürlich das Coronavirus. Früher war Telearbeit an vielen Unternehmen überhaupt nicht gerne gesehen. Da die Arbeit im Büro aufgrund der Pandemie jedoch nicht mehr vertretbar war, mussten diese Unternehmen ihre Meinung ändern und zum ersten Mal Homeoffice-Regelungen für ihre Mitarbeiter festlegen.

Die Telearbeit ist ein Fortschritt auf dem Weg zum modernen Arbeitsplatz. Sie berücksichtigt die Bedürfnisse der Mitarbeiter, die Realität lokaler und globaler Ereignisse und die sich ändernden Einstellungen in Bezug auf Wohlbefinden und Arbeit.

Was müssen Arbeitgeber über Telearbeit wissen?

Zuerst müssen sich Arbeitgeber die Vorteile der Telearbeit und flexiblen Arbeitsmodelle bewusst machen. Durch Telearbeit fallen für Mitarbeiter lange, unangenehme Arbeitswege weg und sie können Ablenkungen am Arbeitsplatz minimieren. Außerdem erweitert sich der verfügbare Talent-Pool dadurch um frischgebackene und berufstätige Eltern, behinderte Menschen und Arbeitnehmer, die nicht in den großen, teuren Metropolen wohnen. Wie bereits erwähnt, konnte American Express auch seine Immobilienkosten deutlich senken, als das Unternehmen sein flexibles BlueWork-Programm einführte.

Aus praktischer Sicht sollten Arbeitgeber bedenken, dass Telearbeiter effiziente Möglichkeiten zur Kommunikation, Zusammenarbeit und produktiven Verwaltung ihrer Arbeit benötigen. Tools wie Wrike bieten genau das.

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Wrikes All-in-One-Lösung für das Arbeitsmanagement bietet Telearbeitern optimale Unterstützung. Dank der transparenten Übersicht über Aufgaben, der Integration mit hunderten von Tools, der Team-Dashboards und der eindeutigen benutzerdefinierten Arbeitsabläufe können Telearbeiter ihre Aufgaben auch außerhalb eines Büros gut bewältigen. 

In Bezug auf die Arbeitserfahrung bei der Telearbeit sollten Arbeitgeber darauf achten, dass die Aufrechterhaltung einer guten Arbeitskultur weiterhin als Priorität behandelt werden muss – egal wo sich die Mitarbeiter befinden. Da es immer noch gilt, eine gute Mitarbeiterbindung zu erreichen, sollten Arbeitgeber auch bedenken, dass Zusatzleistungen, spezielle Programme und andere Anreize dafür sorgen können, dass sich Mitarbeiter gut eingebunden, wertgeschätzt und integriert fühlen.

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