In vielen Teilen der Welt wird am 31. Oktober Halloween gefeiert: Viele Menschen ziehen in gruseligen Kostümen durch die Städte, feiern Partys oder ziehen von Tür zu Tür und skandieren "Süßes, sonst gibt's Saures!". Wenn Sie aber wirkliche Horrorgeschichten wollen, dann suchen Sie nicht in Büchern von Stephen King oder Filmen von John Carpenter. Schauen Sie sich nur Ihren eigenen Arbeitsplatz an! Büros sind voll von Schreckens- und Leidensgeschichten. Und wer bei diesen Geschichten genau hinhört, dem wird es bestimmt auch kalt den Rücken hinunterlaufen – weil es sich so furchtbar vertraut anfühlt. Hier sind einige Beispiele.

1) Schlechte und gemeine Chefs

Aus einer Umfrage des Nürnberger Beratungsunternehmens Information Factory ging hervor: Wenn Mitarbeiter kündigen, ist es meistens nicht wegen der Arbeit, sondern wegen den Vorgesetzten.

Das liegt einfach daran, dass viele leistungsstarke Arbeitnehmer in Führungspositionen befördert werden, aber nicht bereit sind, ein Team zu führen, da ihnen die benötigten sozialen Kompetenzen fehlen. Das Ergebnis sind entmutigte, zurückgezogene Mitarbeiter, die mit Herausforderungen umgehen müssen, die weniger mit ihren eigentlichen Aufgaben zu tun haben, als mit ihren Vorgesetzten.

Schreckliche Chefs, fürchterliche Kunden und „Projektmanager aus der Hölle“ – besessen von Kleinigkeiten, die schon bei den kleinsten Fehlern in die Luft gehen, und trotzdem irgendwie noch die Macht haben, einen zu feuern. Wenn das nicht noch furchterregender ist als Freddie Krueger, dann sind Sie noch nie zuvor entlassen worden. Zittern Sie vor Angst!

Lesen Sie:

2) Gruselige Unternehmenskultur

Und dann gibt es noch den Schrecken einer Unternehmenskultur, die aus dem Ruder läuft. Sie können sich nicht vorstellen, dass eine Arbeitskultur so vergiftet werden kann, dass es schon schmerzt wenn Sie Ihren Fuß ins Büro setzen?

Dan Lyons hat in seinem Buch Disrupted die ultimative Horrorgeschichte einer Unternehmenskultur festgehalten: Ein Jahr lang erlebte er als Mitarbeiter in einem IT-Startup an seinem Arbeitsplatz allerhand Frustrierendes – Altersdiskriminierung, dumme Tätigkeiten, die nichts zum Betriebsergebnis beitragen, Uneinigkeit stiftende Grüppchenbildung und unklare Führung.

Werfen Sie einen Blick auf das schlechte Benehmen, von dem in Unternehmen wie Tinder, American Apparel, Zenefits und anderen berichtet wird, wo die Geschäftsführung unternehmensweit Memos versenden muss, um unangemessenes Verhalten zu unterbinden.

Lesen Sie:

3) Prähistorische Projekte

Wenn Ihre Alpträume nicht durch den Vorgesetzten oder die Bürokultur verursacht werden, dann könnte es die Arbeit selbst sein. Denn nichts ist so schrecklich wie ein Projekt, dessen Umfang mutiert und das sich in eine vielköpfige Schlange verwandelt. Lesen Sie mal diese Geschichten über Arbeitsprojekte, die sich in zeitlose Schrecken verwandelten:

Lesen Sie:

Schrecklicher Arbeitsplatz? Nicht mit der richtigen Führung

Es ist zwar Halloween – aber vergessen Sie mal einfach den Horrorfilm-Marathon. Wenn Sie wirklich schreckliche Geschichten hören wollen, die ihr Blut gerinnen lassen, müssen Sie nur Ihre Kollegen fragen, was sie in ihren früheren oder derzeitigen Jobs Schlimmes erlebt haben.

Aber ist wirklich jeder Arbeitsplatz so schrecklich? Offensichtlich nicht. Die Arbeitsplätze und Unternehmen, in denen Menschen gerne arbeiten wollen, sind diejenigen, die auf Zusammenarbeit statt auf Einschüchterung bauen, wo geteilt wird statt Schuld zuzuweisen und wo es Mitarbeiter-Autonomie statt Tyrannei gibt. Und das kommt alles aus Führungsstärke.

Wenn Sie erfahren möchten, was erforderlich ist, um eine Unternehmenskultur aufzubauen, in der Autonomie, Können und Sinn zu glücklicheren, engagierteren Mitarbeitern führt, dann lesen Sie: Führung: Können, Autonomie und Sinn in Ihrem Team verankern.

Kommentare 0

Ups! Dieser Inhalt kann nur angezeigt werden, wenn Sie der Nutzung von Cookies zustimmen.

Erfahren Sie mehr